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Gerichtliche Ordonnanz führte zur Rebellion
20-12-2016


Heute Morgen gegen 9.00 Uhr begaben sich zwei Beamte des CP Bettembourg, eine Patrouille des CI Esch-sur-Alzette sowie zwei Hundeführer nach Bettembourg um dort einen Listenhund zu beschlagnahmen.

Diesbezüglich lag eine gerichtliche Ordonnanz vor, welche ausgestellt wurde nachdem sich der junge Besitzer auch nach mehreren Aufforderungen nicht an die Auflagen hielt.

Der Mann wurde zu Hause angetroffen und an der Türschwelle fingen bereits die ersten Diskussionen an. Dem Mann wurden der richterliche Beschluss sowie die anschliessende Vorgehensweise erklärt, jedoch erwiderte der Besitzer, dass er dieser Aufforderung nicht nachkommen würde und bereit sei über Leichen zu gehen.

Drohungen wurden geäussert und es stellte sich schnell heraus, dass er nicht bereit war seinen Hund der Rasse ‘American Staffordshire‘ freiwillig auszuhändigen.

Die Beamten zogen sich zurück und nahmen Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft, welche angab, dass die Ordonnanz in jedem Fall auszuführen sei.

Während dem Gespräch verlies der Mann, zusammen mit seinem Hund, das Haus und spazierte an den Beamten vorbei.

Ihm wurde erneut erklärt, dass der Hund beschlagnahmt werde, was dazu führte, dass er einen Beamten stiess, mit Konsequenzen drohte und den Hund wieder ins Haus brachte.

Das aggressive Verhalten steigerte sich und sämtliche Versuche ihn zu beruhigen scheiterten. Als er dann Morddrohungen gegenüber den Beamten äusserte und sich vor einem Polizisten aufbäumte, entschieden sich die Beamten ihm aus Sicherheitsgründen Handschellen anzulegen. Dies erwies sich jedoch als schwierig da der Mann sich heftig zur Wehr setzte und weiterhin Drohungen und Injurien äusserte. Als er schlussendlich am Boden immobilisiert werden konnte gab er an, dass die Beamten Glück hätten, dass es ihm in dieser Position nicht möglich sei sie anzuspucken. Diese Äusserung setzte er nach wenigen Augenblicken in die Tat um und spuckte dem Hundeführer ins Gesicht.

Schaulustige waren in der Nähe, Kollegen des Mannes mischten sich ein und der Hund wurde ohne Leine aus dem Haus laufen gelassen.

Während der Rebellion wurde ein Beamter leicht verletzt.

Erst als der Mann im Dienstfahrzeug untergebracht wurde, konnte die Beschlagnahmung des Hundes durchgeführt werden. Der Vierbeiner wurde ins Tierasyl gebracht, der Mann zur Dienststelle.

Beamte der Region Capellen verfassten das Protokoll bezüglich der Rebellion und die Staatsanwaltschaft wurde über die Geschehnisse in Kenntnis gesetzt.